Unsere Zukunft: Liebe, Hoffnung und Zuversicht

Unsere Zukunft: Liebe, Hoffnung und Zuversicht

Mal ehrlich: Was würden Sie denken, wenn Sie einen Titel lesen wie: „Forscher perplex: Die Deutschen setzen auf Liebe, Hoffnung und Zuversicht“? Würden Sie an einen Druckfehler denken oder an Satire? Würden Sie mitunter denken, es sollte eigentlich „gesunde Skepsis und angebrachter Zweifel“ heißen?

Welche Auswirkungen hätte wohl eine solche Einstellung auf unser aller Zusammenleben, oder auf die Wirtschaft, auf unsere Arbeit? Würden wir uns persönlich, bzw. als Gesellschaft besser oder schlechter entwickeln – was glauben Sie?

Noch eine kleine Frage: Wer entscheidet das eigentlich? Ist es in unserem heutigen Umfeld, bei diesen Krisen und Katastrophen überall überhaupt möglich? Wer könnte so etwas entscheiden: Ein Superkanzler? Ein religiöser Anführer? Eine „außergewöhnliche“ Zivilperson?… jeder Einzelne für sich?

 

Negativbeispiel Coronavirus: Medieneinfluss sorgt erst für Panikkäufe und dann für Überdruss

Ich weiß nicht, wie Sie das sehen. Doch die Art der Berichterstattung (es geht nicht um die Notwendigkeit des Inhalts) könnte anders laufen. Denn über ihre wichtige, aufklärerische Rolle hinaus sind die Medien leider immer auch am Sensationswert interessiert: am Emotionalitätsfaktor, der im Internet auf Headlines klicken lässt oder selbst in klassischen Medien die Zuschauer zum „Dranbleiben“ verleitet. „Emotainment“ wurde das noch genannt, als ich im Fernsehen gearbeitet habe – ein weiteres Argument für mich zu gehen. Damals, vor 11 Jahren.

Was ich über die Medien und ihre wichtige, gesellschaftliche Aufgabe denke, ist ein eigenes Thema. Doch was ich gerade betonen möchte, ist zum einen die kumulative Auswirkung von „Negativsensationen“, die solche Nachrichten über das Coronavirus, Flüchtlingselend an Europas Grenzen, weltweite Krisenherde und Handelskriege, Thüringische Parlamentsspiele, Trump, etc. auslösen können. Zudem aber auch eine für mich beobachtbare, mediale Haltung, bei welcher der Sensationswert einer Negativnachricht immer wichtiger wird, verglichen mit der sachlichen Vermittlung von neuen, wichtigen Informationen in aufklärerischer Funktion, also mit einem hohen „Nachrichtenwert“. Der Effekt davon ist ähnlich wie bei der kommerziellen „Werbung“, welche uns oft vermittelt, dass wir zum Beispiel nicht ausreichend sportlich/hübsch/schlank sind oder uns etwas Wichtiges fehlt, um modern/gesund/up-to-date/fresh/informiert zu sein. Es stellt sich Verdruss ein.

 

Nur ein Lächeln kann Wunder bewirken (Hoffnung und Zuversicht)

Ok, dies als kleiner Exkurs – zurück zum Thema: Was bedeutet nun „Stärke zeigen“ eigentlich? Doch sicher etwas Anderes, als seinen Bizeps anzuspannen. Vielmehr so etwas, wie eine Haltung zu (be)wahren, insbesondere wenn es nicht leicht ist in „diesen Zeiten“. Was meinen Sie?

Für mich sind Helden immer diejenigen gewesen, die sich in schwierigen Phasen nicht mitreißen ließen, sondern gerade dann menschliche Werte behaupteten. Wenn Alles gut und friedvoll läuft, ist es ja auch einfach. Stärke zeigen kann für mich in einer Zeit von Hamsterkäufen und stündlicher „Pandemie“-Berichterstattung schon mit einem Lächeln beginnen, dass ich Kollegen oder einfach Menschen im Café schenke. Auch beim Einkaufen. Und Sie glauben gar nicht, wie angenehm Viele darauf reagieren.

Wie wär’s mit Zuversicht, mit dem Ausstrahlen von Hoffnung, mit (kleinen) Gesten von (Menschen)Liebe? Jeder, der das in diesen Wochen und Monaten macht, ist für mich eine Person, die großartig ist und die Stärke zeigt.

(veröffentlicht am 07.03.2020)

 

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